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Mißerfolge in Siege verwandeln

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Thema: Motivation

Mißerfolge in Siege verwandeln!

 Gerade in Misserfolgen und Niederlagen schlummern große Lern-Chancen.
In Erfolgen baden wir gern und ausgiebig (zu Recht!). Die Erfolgs-Gründe hinfragen wir aber eher selten (ist aber oft ratsam, weil motivierend!).

Niederlagen hingegen "wurmen" uns. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, mit einem Misserfolg oder einer Niederlage umzugehen: entweder du bemitleidest dich selbst - und machst demnächstst wieder die gleichen Fehler.

Oder du verwandelst die Niederlage in einen Gewinn für dich!
 Wie das geht?

Ganz einfach.  Wenn dein Kind es (evtl. mit deiner Hilfe) schafft, seine Niederlagen/Misserfolge ganz sachlich und ohne Anklagen zu analysieren, zeigen die aufgetretenen Fehler euch sehr wahrscheinlich Wege auf, wie dein Kind seine Leistung künftig verbessern kann.

So kommt man Fehlern auf die Schliche, die man ohne diese Niederlage nie entdeckt hätte!
Die richtige Einstellung zu Fehlern
Fehler sind also keine Feinde, sondern Freunde - sie helfen uns, besser zu werden.

Der richtige Umgang mit Fehlern
kann aus Niederlagen
einen persönlichen Gewinn machen!

Diese Einstellung macht Kinder innerlich stark, weil sie die Einsicht ermöglicht, das Misserfolge und Verlieren kein Drama, sondern normal und sogar gut für unsere Entwicklung sind.

Tipp: Mißerfolgs-Stories erzählen!Erzähle deinem Kind doch ruhig öfter mal von deinen Misserfolgen - und was du daraus gelernt hast! Dein Kind lernt daraus: "Wenn selbst Mama/Papa Fehler macht, dann scheint das ja normal zu sein" Keine Angst, du verlierst bei deinem Kind dadurch keine Autorität, sondern gewinnst vielmehr sein Vertrauen. Denn Kinder brauchen keine fehlerfreien "Über-Eltern", sondern erwachsene Menschen, die gut mit sich und ihren eigenen Fehlern umgehen können.
Wie erklärst du dir Mißerfolge?
 Erklärungen für Erfolge/Misserfolge sollten möglichst so beschaffen sein,
dass deutlich wird:
"Du selbst bestimmst, wie das Ergebnis ausfällt":
 
Motivations-Quiz

Im folgenden Quiz findest du 9 Erklärungen für schlechte Leistungen, die so von Schülern gegeben werden könnten. Bitte beurteile, ob die Erklärung motivations-fördernd (gut) oder motivations-hemmend (schlecht) ist.

Wenn du dich festgelegt hast, kannst du deine Anwort überprüfen, indem du auf den kleinen Pfeil vor der Aussage klickst

„Ich muss meine Vokabel-Kenntnisse verbessern“ (Gut: Nächstes Mal lerne ich intensiver Vokabeln)
  
„Ich habe mir zu wenig Zeit zum Lernen genommen“ (Gut: Nächstes Mal nehme ich mir mehr Zeit)
                  
„Herr Bimmelbaum wählt immer die schwierigsten Vokabeln aus“(Schlecht: Er ist schuld, darauf
hab ich keinen Einfluss)

Ich kann halt kein Latein(Schelcht: Damit muss ich mich
abfinden-
Resignation)

Ich konnte mich nicht gut
konzentrieren, weil ich
nicht ausgeschlafen war"
(Gut: Nächstes Mal werde ich
rechtzeitig ins Bett gehen)

„Ich brauch halt den Druck“(Schlecht: Andere müssen Druck machen)

„Herr Bimmelbaum mag mich nicht“(Schlecht: Er mag mich nicht, das ist
für mich unabänderbar)

Wir hatten ja auch 5 Mathelehrer in den letzten drei Halbjahren(Schlecht: Die Umstände sind Schuld, nicht ich)

"Ich habe letzte Woche das Üben zu oft vergessen."(Gut: Ich werde mir einen Wecker stellen)
 

Praxis-Frage: Gerade "blöde Lehrer" müssen gern mal als Begründung für schlechte Leistungen herhalten. Und jeder kennt solche Lehrer, es gibt sie wirklich! Die Frage ist nur, ob dein Kind zulassen will, das es sich (wie oben gesehen) mit dieser Erklärung die eigene Motivation kaputt macht.

Wie kann dein Kind es also besser angehen?
Mädchen zeigt
Ein Tipp, der bei meinen Kindern funktioniert hat
Tipp: Mach aus dem blöden Lehrer eine Herausforderung, nach dem Motto

"Bei guten Lehrern kann jeder leicht eine gute Note erreichen. Aber einen blöden Lehrer durch meine Leistungen dazu zu zwingen, mir eine gute Note zu geben - das schaffen nur die wirklich Guten!"
Gleichzeitig solltest du als Mutter/Vater die Erwartungen aber herabschrauben und dies deinem Kind auch sagen.
Soll ich wirklich schlechtere Noten akzeptieren?Ja. Wir Eltern nehmen Noten oft viel zu wichtig. Aber frag' dich doch selbst mal:

Welche Note hattest du (Mutter/Vater) in der dritten Mathe-Arbeit
im ersten Halbjahr des 7. Schuljahres?


Wenn du's nicht sofort weißt, kann die Note wohl nicht sooo weltbewegend wichtig sein, oder? Viel wichtiger als die Note ist, dass dein Kind sich nach Arbeiten seine Fehler genau ansieht und daraufhin arbeitet, die gleichen Fehler nicht nocheinmal zu machen.
Zusammenfassung
Motivation hängt stark davon ab, welche Eigenschaften
man sich selbst zuschreibt:

Positive Zuschreibungen („Ich kann…mehr/intensiver üben“) fördern die Motivation und führen nachgewiesenermaßen zu besseren Leistungen.

Negative Zuschreibungen und Schuldzuweisungen
an andere („Ich bin zu doof“, „Der mag mich nicht“) hingegen
sind Motivations-Killer, denn sie rufen Untätigkeit hervor.
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