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Musikunterricht - was bringt's? - Seite 2 -

Themen > Allgemein

"Die Zeit kann mein Kind besser für die Schule nutzen!"

Was bringt Musik-Unterricht? (2/3)

Arbeitstechniken &
Problem-Lösungs-Strategien

Musik-Schüler bekommen mit der Zeit ein großes Repertoire an Werkzeugen an die Hand, die es ihnen ermöglichen, schwieriege Stellen "knacken" zu können. So lernen sie beispielsweise, Probleme in mehrere Teil-Probleme zu zerlegen oder die grundlegende Struktur hinter einer komplexen Passage zu erkennen.

Diese Techniken sind oft auf schulische oder auch alltägliche Problem-Stellungen übertragbar. So macht Musik Menschen zu kompetenteren Problem-Lösern.
Feinmotorik

Auch die Feinmotorik wird durch das Erlernen eines Musik-Instrumentes geschult. Da müssen Finger, Hände und Arme unabhängig voneinander bewegt werden, die das ohne Übung nicht könnten, bei Saiteninstrumenten kommt es oft auf einen Millimeter an, ob der Ton gut klingt oder nicht.

Kinder, die ein Instrument spielen sind daher in feinmotorischer Hinsicht oft geschickter. Das äußert sich beispielsweise beim Basteln oder Handwerken (Ausschneiden, Nähen, Schrauben, Löten, Reparieren), bei der Hauswirtschaft (Schnibbeln beim Kochen, Garnieren) oder in der Schule (Schreiben, Malen).

Auch die Hand-Augen-Koordination wird bei Musikern geschult, was sich beispielsweise im Sport (Handball, Basketball, Tischtennis, Badminton...) bemerkbar macht.
Mädchen
Musizieren ermöglicht Ausgeglichenheit
Ausgeglichenheit

Musik gibt dem Musiker die Gelegenheit, Gefühle auszuleben:

Bin ich verliebt, spiele ich eine Schnulze (oder schreibe selbst eine!). Bin ich sauer, spiele ich Metal. Instrumente müssen daher schon mal einiges abkönnen :-)

Ich kann mich erinnern, dass ich in meiner Pubertät oft Stimmungen an meinem Instrument ausgelassen habe.

Und ich beobachte das auch bei meinen Söhnen und Schülern. Das Schöne: Du hast die Möglichkeit, "Dampf abzulassen" und Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Dadurch bist du hinterher emotional ausgeglichener, Musik fungiert also auch als Ventil.
Buddha
Geduld

Auch die effektivsten Übetechniken und -Tricks ändern nichts daran, dass Bewegungen sehr oft wiederholt werden müssen, bis sich der Bewegungsablauf automatisiert hat.

Diese Automatisierung ist notwendig, um die Aufmerksamkeit von der technischen Ausführung abziehen und sie auf die musikalische Umsetzung lenken zu können: erst wenn der Fingersatz automatisch "fluppt" kann ich mich darum kümmern, zu einem Zielton hinzuspielen.
Und erst da fängt das eigentliche Musikmachen an: Fingersätze und Tasten-Treffen sind nur rein technische Vorgänge, die man beispielsweise auch beim Schreibmaschine schreiben vorfindet.

Um in die Lage zu kommen, mein Lied mit Ausdruck spielen zu können, müssen die Bewegungen automatisiert sein. Bis das soweit ist, muss ich ständig wiederholen.
Schreibmaschine
Beim Schreibmaschine schreiben reicht die technische Beherrschung des Geräts. Beim Musizieren fängt der Spaß an dieser Stelle erst an!
Wiederholungen aber werden schnell langweilig - Langeweile beim Üben (gar nicht richtig hinhören, "runternudeln") ist aber wieder Gift für die Effektivität: nur Wiederholungen, die ich ganz bewußt und mit voller Konzentration mache, sind wirklich effektiv.

Gegenmaßnahme: Üben mit rotierender Aufmerksamkeit - um die Konzentration halten zu können, betrachtet man beim Üben unterschiedliche Teilaspekte
Beispiel
"Bei den nächsten 5 Durchgängen sage ich immer 'Fünf', wenn ich den kleinen Finger benutze".
Bei Durchgängen danach konzentriere ich mich beispielsweise auf den Zeigefinder - usw.

Geduld ist also nicht Langeweile. Als Musiker muss man ein gewisses Maß an Geduld aufbringen, weil Lieder nicht anders eingeübt werden können.

Da die Gedulds-Spanne - gerade bei jüngeren Schülern - oft aber noch nicht so groß ist, beginnen Sie meist mit sehr kurzen Liedern und Übungen. Je länger ein Musik-Instrument erlernt wird, desto länger werden auch die Lieder. Die Geduld wird also langsam aufgebaut.


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